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Was ist "Positives Hundetraining"?

Positives Hundetraining ist in aller Munde - Hundeschulen werben damit, und viele Hundehalter wünschen sich einen freundlichen und fairen Umgang in der Erziehung mit dem Hund. Aber was heißt das konkret? Wird hier mit Wattebäuschen geworfen? Wird geklickert? Macht man sich vom Futter abhängig, weil der Hund ständig Leckerchen bekommt? Werden keine Grenzen gesetzt? Gibt es niemals eine Strafe?


Positives Hundetraining macht Mensch und Hund Spaß

In der modernen Hundeerziehung ist Vertrauen eine wichtige Basis. Macht das Training beiden Seiten außerdem Spaß, sind Mensch und Hund motiviert. Der Hund freut sich über positive Bestärkung - sei es in Form von verbalem Feedback, mittels Leckerchen, einem Spiel oder einer Streicheleinheit - und kooperiert umso lieber mit seinem Menschen. Der Hundehalter freut sich über die ersten Erfolge und bleibt motiviert, weiterzumachen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten 🙂

À propos Leckerchen: Zeigt dein Hund ein gewisses Verhalten nur, wenn du ein Leckerchen parat hast? Herzlichen Glückwunsch - dann hast du es ihm so beigebracht 😉 Aber keine Panik, mit etwas Geduld lässt sich das wieder ändern. Futter muss immer gezielt eingesetzt und langsam ausgeschlichen werden, damit es langfristig auch ohne funktioniert. Positives Training bedeutet vor allem eines: Wir warten nicht, bis der Hund ein unerwünschtes Verhalten zeigt, für das wir ihn anschließend maßregeln oder bestrafen. Dies wäre unfair, denn der Hund weiß noch gar nicht, was er tun soll bzw darf. Stattdessen zeigen wir dem Hund zum Beispiel durch Locken und positive Bestärkung, welches Verhalten wir uns von ihm wünschen.


Nach vielen Wiederholungen in verschiedensten Situationen und an unterschiedlichen Orten, hat der Hund bald gelernt, was von ihm erwartet wird. Wenn der Hund verstanden hat, worum es geht, das gelernte Verhalten aber nicht zeigen "will" (ja, intelligente Lebewesen stellen auch einmal etwas in Frage), dann ist Konsequenz gefragt. Wie das konkret aussieht, ist individuell und sollte abhängig sein vom jeweiligen Hund und seinem Menschen und dem Trainingsstand, außerdem sollten der Schwierigkeitsgrad der Situation und Faktoren wie Hormonstatus (Läufigkeit, Pubertät, etc), Schmerzen/Krankheit, äußere Einflüsse wie ablenkende Geräusche oder andere Tiere berücksichtigt werden.


Ist "Positives Hundetraining" straffrei?

Manchmal reicht schon ein ausbleibendes Lob/ausbleibendes Leckerchen oder ein kurzes Ignorieren, beides ist aus Hundesicht bereits eine Strafe und so lernt Hund schnell, welches Verhalten sich für ihn lohnt. Straffreies Training gibt es also nicht. Gewaltfreies Training? Jein. Man kann vieles positiv bestärken und mit dem Hund ausdiskutieren, doch ein pubertierender Labrador oder Ridgeback wird sich durch ein Wort wenig beeindrucken lassen. Schon allein aus Sicherheitsgründen muss ein Hund schnell lernen, dass er nicht körperlich werden darf.

Was machst du mit einem Kind, das Abend für Abend diskutiert und so gar nicht ins Bett gehen will? Richtig, irgendwann kommt ein Punkt, an dem du es auf den Arm nimmst und ins Bett trägst. Ähnlich ist es im Hundetraining - manchmal muss man auch in einem gewissen Rahmen körperlich werden. Mit tierschutzwidrigen Strafreizen und Schmerzen hat dies allerdings nichts zu tun. Beide haben in der Erziehung nichts zu suchen und sind in jeder guten Hundeschule Tabu. Bist du unsicher, ob dir das Training in einer speziellen Hundeschule zusagt? Frage, ob du einmal ohne Hund kostenfrei zuschauen darfst. Fühlst du dich rundum gut aufgehoben? So soll es sein! Wenn nicht, suche weiter - es gibt sie, die für dich und deinen Hund passende Hundeschule.



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